Ein menschlicher Schädel, verstrahltes Gemüse und Rabattmarken: Die sechste Ausgabe von Graugold ist im Buchhandel erhältlich

12.06.2026 Aleksandra Stojanoska

Das Cover der sechsten Ausgabe von Graugold. Magazin für Alltagskultur (Foto: Dörthe Gruttmann).

Dörthe Gruttmann

Auf 178 Seiten bietet die neueste Magazinausgabe in 25 Rubriken 60 Beiträge – von Fotostrecken bis zu kürzeren Aufsätzen. Wir gehen unterschiedlichen Fragen auf den Grund: Was hat zum Beispiel ein Osterfeuer mit Antisemitismus zu tun? Warum sollte man früher den Kopf mit Petroleum einreiben und was hat es mit einem befahrbaren Bankschalter auf sich? Elisabeth Timm erläutert, wie Gymnasiallehrer:innen und Schüler:innen die Herkunft eines  menschlichen Schädels in der Biologiesammlung ihrer Schule recherchieren und wie mit Human Remains umgegangen werden kann. Timo Luks stellt vor, welche Auswirkungen der Reaktorunfall in Tschernobyl 1986 in Westfalen hatte und Bernd Thier erklärt, wie sich das System von Rabattmarken seit dem 19. Jahrhundert entwickelte.

In Interviews präsentieren Ehrenamtliche einer Erzählwerkstatt zum Thema „Kneipenkultur“ in Dörentrup, des Forums Anja Niedringhaus in Höxter, des Heimatvereins Asbeck sowie die Projektleiterinnen des UmBauLabors in Gelsenkirchen ihre Arbeit.

Gestaltet wird das Magazin seit 2024 von der Kölner Grafik-Designerin Claudia Stollenwerk, die zugleich für Graugold auch als Artdirektorin tätig ist. Der mehrfach ausgezeichnete Fotograf Emad Daood zeigt die aktuelle Fotostrecke „Bleiben, wie Vögel bleiben“. Nikolaus Urban setzt auf den ersten Blick unscheinbare Objekte und Quellen, zum Beispiel eine Cola-Flasche aus Essen, ein Abschlusskleid aus dem Sauerland und einen Flyer aus Bochum fotografisch in Szene. Für die Fotostrecke „Ein Blick hinter die Kulissen“ dokumentierte er zudem beim DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst die für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Räume der Ausstellungs- und Sammlungsarbeit.

Wie in jeder Ausgabe sind auch diesmal viele Mitwirkende aktiv gewesen, Ehrenamtliche ebenso wie Kolleg:innen aus Museen, Archiven, Universitäten, Kultureinrichtungen aus ganz Westfalen-Lippe: Ihnen allen gilt unser großer Dank! Seit diesem Jahr fördert die Stiftung der Sparkasse Münsterland Ost das Graugold-Magazin und leistet somit einen wertvollen Beitrag zur langfristigen Sicherung seiner Existenz. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle ebenfalls ganz herzlich bedanken.

Das Magazin kann zum Einzelpreis von 20 Euro (Print) oder 18 Euro (Abo print, Einzelheft E-Book) im Buchhandel oder direkt über den Waxmann Verlag (graugold@waxmann.com) bezogen werden.

Das Inhaltsverzeichnis der neuen Ausgabe (Screenshot: Kommission Alltagskulturforschung).