Filme aus dem Archiv der Familie Ahlers zeigen die Einbindung der Wirtschaft in das NS-System. Auch seltene Aufnahmen aus der Produktion bei Ahlers gehören zu den Filmen, die in der Gedenkstätte Zellentrakt zu sehen sind.
Christoph Laue
Im Archiv der Familie Ahlers sind acht Filme überliefert, die einen besonderen Einblick in den zum 1. Mai 1939 als „NS-Musterbetrieb“ ausgezeichneten Textilbetrieb Adolf Ahlers bieten. Die Filme – teilweise in Farbe – aus den Jahren 1938 bis 1940 zeigen das Leben in den Betrieben des Konzerns und die besonderen innerbetrieblichen Leistungen, die auch zur damaligen Auszeichnung beitrugen. Es handelt sich nicht um vom „Betriebsführer“ Adolf Ahlers beauftragte Propaganda-Filme, sondern um dokumentarische Beiträge, die aber sehr gut die Einbindung der Betriebsangehörigen in die NS-Zeit illustrieren und so einen besonderen Beitrag zur aktuellen Ausstellung in der Gedenkstätte Zellentrakt zur Nazifizierung der Herforder Gesellschaft darstellen. Dies bestätigte auch die Diskussion nach der ersten Vorführung am 2. Mai 2026 dort.