„Wir wünschen Ihnen für die Umsetzung des Projektes viel Erfolg“. Stiftung der Sparkasse Münsterland Ost fördert Graugold. Magazin für Alltagskultur

21.07.2026 Niklas Regenbrecht

Das Cover der neu erschienen sechsten Ausgabe von Graugold, gefördert durch die Stiftung der Sparkasse Münsterland Ost (Grafik: Kommission Alltagskulturforschung für Westfalen).

Was hat ein historisches Foto eines befahrbaren Schalterraums der Stadtsparkasse Dortmund von 1964 mit der Stiftung der Sparkasse Münsterland Ost zu tun? Beide finden sich in der aktuellen Ausgabe von „Graugold“: Das ist unser partizipatives Geschichts- und Alltagskulturmagazin. In diesem Jahr ist es zum sechsten Mal erschienen: Niklas Regenbrecht stellt darin einen mit dem Auto befahrbaren Schalterraum der Stadtsparkasse in der Dortmunder Innenstadt vor, sowie einen Bus als mobile Zweigstelle für das Dortmunder Umland in den 1960er Jahren. Die Stiftung der Sparkasse Münsterland Ost wiederum ist im Impressum dieser Ausgabe präsent: Sie fördert das Graugold-Magazin für fünf Jahre und sichert somit längerfristig den Fortbestand der einmal jährlich erscheinenden Publikation. Zweck der 2002 gegründeten Stiftung ist unter anderem die Förderung von Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur. Damit leistet die Stiftung einen wichtigen Beitrag zur weiteren positiven Entwicklung der Region.

Niklas Regenbrecht stellt in einem Beitrag zwei Möglichkeiten der Bargeldversorgung in den 1960er Jahren vor (Foto: Dörthe Gruttmann).

Dem entspricht das Ziel des Magazins: Wir wollen ehrenamtliches Engagement, die Arbeit von Museen und Archiven in der Region, Alltagsgeschichte und Alltagskultur modern und anregend zeigen. Dabei schöpfen die Autor:innen und anderen Beteiligten aus der historischen Überlieferung in der Region, aber auch aus den Bemühungen, kulturelles Erbe greifbar und anschaulich zu machen, und aus der Bereitschaft, sich vor Ort ganz konkret in einem Interessensgebiet zu engagieren. Wichtig ist uns dabei auch eine Qualitätssicherung: Die Texte, Fotografien, Informationen sind mit Nachweisen unterlegt und durchlaufen ein Korrektorat und ein Lektorat, organisiert und getragen vom Herausgabe- und Redaktionsteam in der Kommission Alltagskulturforschung des LWL. Unser Anliegen ist es, all das nicht trocken und akademisch, sondern in einer ansprechenden Gestaltung mit professionellen Fotografien zu präsentieren, die zum Lesen, Schmökern, Genießen, Diskutieren und Mitmachen einlädt. Das Magazin ist gemeinsam mit unserem Blog Alltagskultur Teil einer crossmedialen Kommunikationsstrategie, mit der kulturhistorische Arbeit in der Region und vor allem auch mit ehrenamtlich Engagierten vernetzt wird. Eine Basis dieser Arbeit ist die langjährige Kooperation der LWL-Kommission mit dem Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie der Universität Münster. Auf diese Weise können auch Studierenden erste Möglichkeiten zur Publikation geboten werden.

In den nunmehr sechs Jahren unserer Arbeit erfahren wir Interesse über die Region hinaus – nicht nur von Leser:innen, sondern auch von Menschen, die ihre ehrenamtliche Arbeit vorstellen oder selbst einen Beitrag schreiben möchten. Diese Offenheit bedarf der Kontinuität. Schön, dass wir dank der Unterstützung der Sparkassenstiftung auf diesem Weg weitermachen können.